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ALF 

ALF hat seinen Namen von dem Alfbach, der bei Hörscheid in der Eifel entspringt und nach 52 Kilometern hier in die Mosel mündet.

 

Die Alf wiederum hat ihren Namen von einer hauptsächlich bei den Kelten verbreiteten Gewässerbezeichnung, die so viel heißt wie „sumpfiger Fluss.“

 

Sprachgeschichtlich geht der Name auf dasselbe keltische Wort zurück wie die Elbe, welche uns die Römer als Albis überliefert haben.

 

Von einem Fluss namens Albis ist in einer antiken Quelle die Rede, dessen sumpfige Wasser ein Hindernis für den Germanenstamm der Chatten bei ihrer Landeinnahme 455 n. Chr.im Moselland waren. *

 

Außer dem sprachgeschichtlichen Befund sprechen auch archäologische Befunde dafür, dass dieser Ort in der Umgebung der Alf-Mündung zu suchen ist.

 

963 wird der Ort in einer Urkunde als Eilba bezeichnet und später in weiteren Urkunden Alve, Albe, auf der Alben und Alffe. Im 19. Jh. zunächst noch unter Alff zu finden, hat der Ort einige Jahrzehnte später seinen heutigen Namen Alf.

 

Sehr früh war Alf schon selbständige Pfarrei und wird 1144 als Biscopesalve = Bischofs-Alf bezeichnet. Alf war zu dieser Zeit also erzbischöflicher Besitz. Kirchenpatron ist der Hl. Remigius, der 1337 als solcher erwähnt wird.

 

In den Jahren 1733/1734 erfolgte ein Neubau der damaligen sehr alten Pfarrkirche  mit einem höheren, noch heute gut erhaltenen Glockenturm.

 

Die heutige Pfarrkirche wurde in den Jahren 1892 – 94 erbaut, wobei der alte Turm von 1734 übernommen wurde.

 

Der Neubau war nötig, weil sich die Einwohnerzahl des Ortes stark vergrößert hatte. Im Jahre 1905 hatte Alf inzwischen 1700 Einwohner und später z.B. 1953  waren es immerhin noch fast 1500, während Alf heute nur mehr etwa 850 Einwohner zählt.

 

Die hohe Einwohnerzahl war wahrscheinlich nicht nur durch die große Kinderzahl damals, sondern durch die Fabrik bedingt, denn anstelle des vormaligen Eisenwerks von 1827 war 1885 eine Seilerwaren- und Teppichfabrik entstanden. Später eröffnete dann die Viersener AG dort eine Zweigstelle ihrer Spinnerei und Weberei. Heute wird dort Kunststoff verarbeitet.

 

*„……Chattumque palustri alligat  Albisaqua“ (und den Chatten fesselt mit sumpfigen Wassern die Albis)

So berichtet Appolinaris Sidonius, Schwiegervater des Oberbefehlshabers der gallischen Armee Avitus.

(s. Hartmut Reul „Der Alfbach“, Heimatjahrbuch Kreis Cochem-Zell 2013)

 

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